Eine (auch) opferbezogene Vollzugsgestaltung ist in § 7 StVollzG NRW als Grundsatz des Vollzuges niedergeschrieben. Konkret bedeutet dies, dass im gesamten Vollzugsverlauf die Belange von Opfern in Form von Wiedergutmachung, Schutzmaßnahmen und durch Maßnahmen zur Information der Tatopfer wahrzunehmen und zu berücksichtigen sind.

Opfer im Sinne dieser Vorschriften sind Personen,

    • die eine körperliche, geistige oder seelische Schädigung oder einen wirtschaftlichen Verlust, der direkte Folge der Straftat war, erlitten haben,

    • die Familienangehörige einer Person sind (Kinder, Eltern, Ehegatten, Lebenspartner), deren Tod eine direkte Folge der Straftat ist oder

    • die Anspruchsberechtigte aus der Straftat sind (z.B. Nebenklagevertreter).

In der Justizvollzugsanstalt Rheinbach stehen den Opfern von Straftaten eine Ansprechpartnerin und ein Ansprechpartner zur Verfügung, die in geeigneter Form auf ihre Rechte, insbesondere Auskunftsansprüche, hinweisen und die Opfer bei deren Wahrnehmung unterstützen.

Um Auskunft über die Inhaftierung des Täters und deren Beendigung, die Gewährung von vollzugsöffnenden Maßnahmen (Ausführung, Begleitausgang, Ausgang, Langzeitausgang etc.), opferbezogene Weisungen und die Unterbringung des Täters im offenen Vollzug zu erhalten, bedarf es eines entsprechenden schriftlichen Antrages an die Anstalt. Der Datenschutz ist hierbei selbstverständlich gewährleistet. Sensible persönliche Daten werden unzugänglich aufbewahrt. Ohne Einwilligung der Opfer werden keine Daten an Inhaftierte weitergegeben!

Ansprechpartner:

Frau Sozialamtsrätin Doris Gauer

Tel.: 02226 86-126       E-Mail: doris.gauer@jva-rheinbach.nrw.de

 Herr Pfarrer Hans-Christian Heine

Tel.02226 86-195        E-Mail: hanschristian.heine@jva-rheinbach.nrw.de